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Tipp des Monats

Elke Krystufek, YOGA, 2005

Elke Krystufek wird 2009 sehr viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Dafür sorgt insbesondere ihre Teilnahme an der diesjährigen Biennale von Venedig. Vor allem für ihr internationales Standing dürfte dies der Durchbruch bedeuten.

Die angebotene Arbeit ist typisch für ihre frühe bis mittlere Werkphase. Die Farbfotographie hat ein ungewöhnlich großes Format und wurde in einem aufwendigen Verfahren auf Kunststoff kaschiert. Wichtig für spätere Wertsteigerung ist zudem die ungewöhnlich kleine Auflage von fünf Exemplaren, was auch den Preis von 4.400 Euro rechtfertigt.

Foto kaschiert, 100 x 150 cm, Edition von 5 Stück,
signiert und nummeriert, 4.400 Euro,
Kunstraum Innsbruck


Für ein paar 1000 Euro konnte man zwar zuletzt auch kleine Ölbilder ersteigern, diese Zeiten dürften aber im "Krystufek-Jahr 2009" (Nicola von Senger) vorbei sein. Denn davon kann man in der Tat sprechen, weil die österreichische Künstlerin nicht nur ihr Land auf der 53. Biennale Venedig vertritt, sondern darüber hinaus gleich mit mehrere Soloshows in renommierten Galerien und in der Kestner Gesellschaft Hannover gefeiert wird. Nachdem es zuletzt etwas ruhiger um sie geworden war, macht Krystufek 2009 damit einen großen Sprung in der Aufmerksamkeitsskala.

In den vergangenen Jahren avancierte Krystufek mit ihren Performances, Fotografien, Videos, Installationen, Collagen und ihrer Malerei zu einer international anerkannten, viel diskutierten Künstlerin, die Österreich 2009 auf der Biennale in Venedig (gemeinsam mit Dorit Margreiter und Lois & Franziska Weinberger) vertreten wird. Ihre erste große Personalaustellung fand 1997 unter dem Titel "I am your mirror" in der Wiener Secession statt. Darauf folgten "Nackt & Mobil" in der Sammlung Essl in Klosterneuburg und im Museum für Aktuelle Kunst in Den Haag, sowie eine weitere große Einzelausstellung 2006/07 im Wiener MAK.

Im Herbst 2009 gestaltet sie eine große Einzelausstellung in der Kestner Gesellschaft in Hannover. Krystufek ist bisher vor allem dafür bekannt, den eigenen Körper konsequent zum Material und Inhalt, zum Mittelpunkt ihrer Arbeit, zu machen. Immer wieder untersucht sie in verschiedensten Darstellungsformen die Phänomene Macht, Schönheit, Diskriminierung, Gewalt und Sex meist am eigenen Lebens- und Arbeitszusammenhang. Krystufek bildet sich in unzähligen Versionen selbst ab, auch in Form von Stellvertretern. Und immer spielt das voyeuristische Verlangen des Betrachters eine wesentliche Rolle. Manchmal mit Humor, manchmal mit Listigkeit, spielt Krystufek mit dem Betrachter und mit der Dynamik des Betrachtens. (Galerie Mayer Kaimer, Wien)