Haliti macht jene gesellschaftlichen und kunstbetrieblichen Strukturen zum Thema, innerhalb deren sie ihre Arbeiten produziert und präsentiert. Die Sensibilität für die Eigenheiten ihres Umfeldes leitet sich nicht zuletzt aus ihrer Existenz als kultureller Grenzgängerin ab. Aufgewachsen und ausgebildet im Kosovo, hat die Künstlerin sehr bald durch Auslandsaufenthalte die aktuellen künstlerischen Diskurse eigenständig verarbeitet und Fragen kultureller und künstlerischer Identität zur Grundlage ihres Werks gemacht. Ausschlaggebend dafür sind auch die Erfahrungen Flaka Halitis mit weiblichen Rollenbildern im Kosovo. In einer ihrer Arbeiten, die sich auf die Opfer und Vermissten des Balkankrieges bezieht, fragt sie, inwiefern es überhaupt legitim ist, deren Schicksal künstlerisch zu verwerten. Ihre Erfahrungen setzt sie auch in einer Interviewserie mit ImmigrantInnen in Frankfurt am Main ein, die aus aller Welt in die deutsche Finanzmetropole kommen und dort dennoch gezwungen sind, in den eigenen Communitys zu verharren. ( Museum Moderner Kunst - Stiftung Ludwig - MUMOK ) |