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art-Report - Die Methode


oder kurz und kanpp die FAQ`s


Messung des Wertpotentials zeitgenössischer Kunst

Art-Report beschäftigt sich mit der Logik hinter dem Markt für zeitgenössische Kunst. Art-Report analysiert das Wertpotential von Kunstwerken und stellt einen großen Teil dieser Informationen im Internet zur Verfügung.

 

Wer in die Sammlung des Museum of Modern Art (MoMA) in New York aufgenommen wird, hat quasi den Olymp im Kunstbetrieb erreicht. Ebenso kommt es einem Ritterschlag gleich, wenn das MoMA einem Künstler eine Einzelausstellung oder Retrospektive widmet. Weltweit steigt die Aufmerksamkeit für diesen Künstler schon bei Ankündigung der Ausstellung - und kurz darauf klettern meist auch die Preise für seine Werke. Darauf basiert die so genannte Ökonomie der Aufmerksamkeit, die langfristig einen Zusammenhang zwischen dem Marketing eines Künstlers und den Preisen auf dem Kunstmarkt postuliert. Davon geht dieses Ranking aus. Es versucht, die Präsenz eines Künstlers auf dem Markt quantitativ und qualitativ zu messen und zu bewerten und darüber hinaus das Wertpotential zeitgenössischer Kunst zu ermitteln.

 

1. Faktische Aufmerksamkeit (Attention), bzw. Ausstellungspräsenz: Einer Ausstellung im MoMA gebührt bei einem Ranking der Aufmerksamkeit im Kunstbetrieb die höchste Wertungsziffer. Es folgen Museen wie das Centre Pompidou in Paris, die Kunsthalle Zürich, die Tate Modern in London oder die Nationalgalerie in Berlin. Darüber hinaus spielt die Beteiligung an Biennalen und Festivals eine Rolle, sowie Einzel- und Gruppenausstellungen in Galerien und Kunstmessen.

 

2. Potentielle Aufmerksamkeit (Attention): Die potentielle Aufmerksamkeit spiegelt die Qualität des Marketing-Netzwerks eines Künstlers wieder - oder auch die Chance, zukünftig Aufmerksamkeit zu wecken oder das erarbeitete Standing weiter zu verbessern. Sie setzt sich aus der Präsenz der ihn oder sie vertretenden Galerien auf Messen und Galeriestandorten zusammen. Wobei nicht die Quantität der Galerien ausschlaggebend ist, sondern die Qualität. ART-REPORT bewertet diese Netzwerke in Form von Punkten für das jeweilige Galerie-, bzw. Sammlernetzwerk. Die Summe aus faktischer und potentieller Aufmerksamkeit ergibt das Gesamtranking.

 

I. Ausstellungspräsenz, bzw. ARTLOGISTIGS-Punkte: Die Ausstellungspunkte (AL-Punkte) ergeben sich aus der Beteiligung eines Künstlers an den Einzel- oder Gruppenausstellungen der oben genannten Kunststätten. Die jeweilige Wertungsziffer wurde mit 10 bei einer Einzelausstellung multipliziert, bei Gruppenausstellungen mit 10, 8, 7, 6, 5, 4, 3, oder 2 - je nach Zahl der beteiligten Künstler und Künstlerinnen. Wurde eine Gruppenausstellung von einem einflussreichen Kurator oder einer einflussreichen Kuratorin zusammengestellt, gibt es einen zusätzlichen Punkt. Die höchste Bewertung liegt bei 10 mal 20, gleich 200 Punkten. Zusätzlich zu den 12.000 ausgewerteten Ausstellungen in 1.600 Museen, Kunsthallen und sonstigen nicht kommerziellen Institutionen der Jahre 2004 bis 2007 wurden über 8.000 Ausstellungen in etwa 1.000 Galerien ausgewertet - sowie deren Präsens auf den sieben wichtigsten Messen für zeitgenössische Kunst. Je nach Bedeutung der Galerie werden die Ausstellungen mit Wertungsziffern zwischen 1 und 9 versehen, die wiederum nach dem oben genannten Prinzip multipliziert werden. Die höchste Bewertung liegt hier bei 9 mal 10, gleich 90. Aus der Summe der einzelnen Ausstellungsbeteiligungen ergeben sich die ARTLOGISTIGS-Punkte für das jeweilige Jahr.

 

II. Netzwerk zu Galerien, Kuratoren und Sammlern, bzw. Netzpunkte: Netzpunkte zu Galerien und Kuratoren: Das Netzwerk einer Galerie hat - neben der Qualität des Oeuvres letztlich - einen großen Einfluss auf die Resonanz eines Künstlers oder einer Künstlerin im Kunstbetrieb. Wer zudem auf den führenden Kunstmessen präsent ist, zieht die Aufmerksamkeit vieler Interessenten gleichzeitig auf sich. Sammlungs-Punkte: Wer beispielsweise in der Sammlung des MoMA vertreten ist, erhält dafür 100 Punkte, also die Wertungsziffer 20 multipliziert mit 5. Bisher wurden knapp 950 Sammlungen ausgewertet. Auch indirekt fließt der Einfluss der Sammler in das Ranking ein, weil diese ihre Kunstwerke in eigenen Museen ausstellen oder an öffentliche Museen und Institutionen ausleihen, die damit wiederum ihre teils sehr aufwendigen Ausstellungen bespielen können. Für die Preisentwicklung von Bedeutung ist außerdem die sogenannte US-Quote an den Sammlungspunkte und ART-REPORT-Punkten, weil vor allem amerikanische Sammler und Sammlungen auf dem internationalen Kunstmarkt den Ton angeben. Je größer diese US-Quote ausfällt, umso größer sind die Chancen auf Wertsteigerung.

 

III. Bewertungen, Preisfaktoren und Price/Attention/Ratio: Die Aufmerksamkeitspunkte bringent das Standing noch nicht in einen Zusammenhang mit den erzielten Preisen. ART-REPORT greift dabei auf Analysemethoden zurück, wie sie auf dem Aktienmarkt üblich sind. Als Preis definiert ART-REPORT nicht den jeweiligen Wert eines Kunstwerks in Dollar oder Euro, sondern den im internationalen Handel üblichen Preisfaktor, der sich aus der Division des Preises durch die Summe von Höhen-, Breiten-, bzw. Tiefenmaß eines Kunstwerks ergibt. So läge der Preisfaktor bei einem Bild von 100 cm plus 100 cm und einem Preis von 10.000 Euro bei 50. Als "Gewinn" oder "Attention" definiert ART-REPORT die in einem bestimmten Jahr erreichte faktische und potentielle Aufmerksamkeit, also die Qualität des Netzwerks und die Präsenz im internationalen Kunstbetrieb. Das PAR oder Price-Attention-Ratio für das repräsentative Werk eines Künstlers oder einer Künstlerin wird aus der Division des Preisfaktors durch den so definierten Gewinn errechnet.

 

IV. Leistungsspektrum: ART-REPORT.NET bietet auf seiner Website neben Künstlerrankings, Künstlerprofilen und den Highlights aktueller Veranstaltungen und Auktionen vor allem Analysen über das Standing einzelner Künstler und Künstlergruppen einschließlich der Bewertung ihres Werks. Einen weiteren Schwerpunkt legt ART-REPORT.NET auf den Magazin- und Newsbereich, der stetig weiter ausgebaut wird. Darüber hinaus stellt das Team von ART-REPORT.NET individuelle und maßgeschneiderte Evaluierungen von Auswahllisten und Sammlungen zusammen.